Perfekter Schein, kaputte Realität

Influencer, werdet endlich eurer Verantwortung bewusst!

Über ausbleibende Perioden, kaputte Knochen, erschöpfte Körper und eine Fitnesswelt, die Gesundheit predigt und manchmal genau das Gegenteil produziert.

Es ist schon erstaunlich, was in der Lauf- und Fitness-Bubble inzwischen als normal verkauft wird.

Frauen, die monatelang keine Periode haben. Läuferinnen, die bei jedem Gramm Körperfett nervös werden. Athleten, die permanent müde sind, schlecht schlafen, sich von Einheit zu Einheit schleppen und trotzdem noch einen zusätzlichen Trainingsreiz setzen. Menschen, die ständig essen, weil ihr Körper mit dem Energiebedarf kaum noch hinterherkommt. Andere, die immer schwerer werden, obwohl sie gefühlt alles richtig machen. Und dann die nächste Stressfraktur, die nächste Überlastung, der nächste körperliche Zusammenbruch.

Aber hey: Die Pace stimmt. Der Körper sieht gut aus. Die Garmin liefert schöne Zahlen. Bei Strava gibt es Kudos. Und der nächste Trainingsplan von der KI steht schon. Dumm nur, dass die Zonen absolut nicht stimmen und die VO2max an den Haaren herbeigezogen ist. Laktat? Was war das noch gleich? Viel davon ist richtig geil. Laktatparty für alle!

BTW selbstgeschriebene Trainingspläne behandelt deine eigenen Schwächen ganz besonders wenig!

Herzlichen Glückwunsch. Vielleicht läuft es auf Instagram. Nur läuft es im echten Leben längst nicht mehr rund.

Und während vorne die nächste Kooperation mit einem Supplementhersteller, die nächste Challenge und das nächste Reel über Disziplin, Mindset und den perfekten Körper produziert werden, darf ich hinten im Labor versuchen, die Scherben aufzusammeln.

Ich habe langsam keine Lust mehr, so zu tun, als wäre das alles einfach nur eine Frage individueller Trainingsentscheidungen.

Ihr verkauft ein Ideal. Andere bezahlen den Preis.

Ich habe nichts gegen ambitioniertes Training. Im Gegenteil. Ich bin selbst seit Jahrzehnten im Sport unterwegs, habe unzählige Laufanalysen durchgeführt und sehe täglich, was Training, vernünftige Ernährung und eine sinnvolle Leistungssteuerung bewirken können.

Aber ich sehe eben auch die andere Seite.

Menschen kommen zu mir, weil sie nicht mehr leistungsfähig sind. Weil sie ständig erschöpft sind. Weil sich ihre Leistungsentwicklung trotz immer mehr Training rückwärts bewegt. Weil sie Schmerzen haben, die einfach nicht verschwinden. Weil der Körper auf Belastungen reagiert, die er früher problemlos weggesteckt hat.

Und manchmal sitzt mir eine junge Frau gegenüber, die erzählt, dass ihre Periode seit Monaten ausgeblieben ist. Sie findet das fast schon normal. Schließlich trainiert sie viel. Sie ist lean. Sie läuft schnell. Und irgendeine Person mit fünfstelliger oder sechsstelliger Reichweite hat ihr vermittelt, dass genau das der Weg zum Erfolg ist.

Nein. Eine ausbleibende Periode ist kein Beweis für besondere Härte. Sie ist auch kein Statussymbol für ambitionierten Sport. Sie ist ein Warnsignal, das medizinisch abgeklärt werden muss.

Natürlich kann eine Zyklusstörung verschiedene Ursachen haben. Aber eine zu geringe Energieverfügbarkeit, also zu wenig Energie für das, was Training und Körperfunktionen zusammen benötigen, gehört zu den wichtigen möglichen Ursachen im Sport.

Und jetzt wird es unangenehm: Wer täglich enorme Trainingsumfänge propagiert, gleichzeitig extreme Schlankheit zum Ideal erklärt und Ernährung auf Kalorienkontrolle und Verzicht reduziert, sollte verdammt noch mal wissen, welche Folgen diese Kombination haben kann.

Denn der Körper ist kein Content-Format. Und Hormone lassen sich nicht mit einem motivierenden Spruch reparieren.

Altidude

RED-S: Wenn der Körper anfängt, an sich selbst zu sparen

In der Sportmedizin gibt es dafür einen Begriff: Relative Energy Deficiency in Sport – RED-S.

Das Internationale Olympische Komitee beschreibt damit gesundheitliche und leistungsbezogene Folgen einer problematisch niedrigen Energieverfügbarkeit. Betroffen sein können unter anderem Stoffwechsel, Fortpflanzungsfunktion, Knochen, Immunsystem, Blutbildung, Herz-Kreislauf-System und sportliche Leistungsfähigkeit. Männer sind ausdrücklich ebenfalls betroffen.

Das ist keine Instagram-Theorie. Das ist wissenschaftlich beschriebene Sportmedizin.

W I S S E N S C H A F T

Die Konsequenz ist eigentlich simpel: Wenn nach Abzug des Trainingsaufwands zu wenig Energie für die übrigen Körperfunktionen übrig bleibt, kann der Organismus Prozesse herunterregulieren, die für das unmittelbare Überleben nicht zwingend erforderlich sind. Dazu kann die Fortpflanzungsfunktion gehören.

Die Folgen können sich schleichend entwickeln. Die Leistung stagniert. Die Regeneration wird schlechter. Die Stimmung kippt. Die Müdigkeit nimmt zu. Verletzungen häufen sich. Bei Frauen kann die Menstruation ausbleiben, bei Männern können sich unter anderem die Sexualhormone verändern, die Potenz kann leiden.

Und nein, dafür muss niemand zwangsläufig untergewichtig sein.

Du kannst RED-S haben, obwohl du von außen fit, muskulös oder sogar übergewichtig aussiehst. Entscheidend ist nicht allein das Körpergewicht, sondern unter anderem die Energieverfügbarkeit und die individuelle physiologische Reaktion.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich es für gefährlich halte, wenn Social Media einen bestimmten Körperbau mit Gesundheit und Leistungsfähigkeit gleichsetzt.

Ein sichtbares Sixpack ist keine Stoffwechselanalyse. Ein niedriger Körperfettanteil ist kein Gesundheitszeugnis. Und eine schnelle Pace ist kein Beweis dafür, dass im Körper alles funktioniert.

Die IOC-Konsensusarbeit von 2023 beschreibt diese Zusammenhänge ausführlich. Sie macht auch deutlich, dass problematisch niedrige Energieverfügbarkeit nicht immer beabsichtigt entsteht. Manchmal ist es schlicht ein Missverhältnis zwischen Trainingsbelastung und Energieaufnahme. Das macht die Folgen nicht weniger real.

Quelle: Mountjoy et al. (2023), 2023 International Olympic Committee’s consensus statement on Relative Energy Deficiency in Sport (REDs), British Journal of Sports Medicine.

Ermüdungsbruch. Und trotzdem wird weitertrainiert.

Bruda, besser als jedes Intervalltraining:

Es gibt kaum etwas, das meinen Puls im Sport so nach oben treibt, als wenn körperliche Warnsignale als mentale Schwäche abgetan werden.

Schmerzen? Da musst du durch.

Müdigkeit? Du musst dich nur besser motivieren.

Leistungseinbruch? Noch eine harte Einheit.

Und wenn der Knochen irgendwann nicht mehr mitmacht, war angeblich die Belastungssteuerung schlecht oder der Athlet nicht hart genug.

Natürlich entstehen Knochenstressverletzungen nicht ausschließlich durch Energiemangel. Trainingssteigerungen, Belastungsverteilung, Biomechanik und weitere individuelle Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Aber niedrige Energieverfügbarkeit, Zyklusstörungen und eine beeinträchtigte Knochengesundheit sind wissenschaftlich bekannte Risikofaktoren.

Die Female Athlete Triad beschreibt den Zusammenhang zwischen niedriger Energieverfügbarkeit, Menstruationsstörungen und reduzierter Knochengesundheit. Der wissenschaftliche Kenntnisstand ist inzwischen weiterentwickelt worden und umfasst auch Knochenstressverletzungen.

Das bedeutet: Wer zu wenig Energie zuführt, hart trainiert und gleichzeitig hormonelle Veränderungen entwickelt, kann seine Knochen langfristig gefährden.

Und dann steht da eine Läuferin mit einem Ermüdungsbruch. Trainingspause. Ärztliche Termine. Physiotherapie. Frust. Angst vor dem Leistungsverlust. Wochen oder Monate, in denen der Sport, der eigentlich Freude machen sollte, plötzlich zum Problem geworden ist.

Manchmal ist der Ermüdungsbruch nicht der Anfang des Problems. Er ist der Moment, in dem das Problem nicht mehr zu ignorieren ist.

Ein Knochen, der unter wiederholter Belastung Schaden nimmt, braucht keine Motivationsrede. Er braucht eine vernünftige Diagnostik, eine angepasste Belastung und die Voraussetzungen, um wieder zu heilen.

Es ist allerhöchste Eisenbahn Schmerzen, Erschöpfung und Verletzungen nicht mehr zu romantisieren!

Der Stoffwechsel ist kein Gegner, den man besiegen muss

Ein weiteres Thema, das in sozialen Netzwerken regelmäßig auf absurde Weise vereinfacht wird, ist der Stoffwechsel.

Da werden Kalorien eingespart, Mahlzeiten gestrichen, Trainingsumfänge erhöht und Körpergewichte verglichen. Gleichzeitig kursieren Empfehlungen, die suggerieren, man müsse nur disziplinierter sein, um den Körper in die gewünschte Richtung zu zwingen.

Was dabei oft fehlt, ist das Verständnis dafür, dass der menschliche Organismus auf seine Energieversorgung reagiert.

Bei anhaltender Unterversorgung können sich Stoffwechselprozesse anpassen. Der Ruheenergieverbrauch kann sinken, hormonelle Funktionen können sich verändern und die Regeneration kann leiden. Wie stark solche Veränderungen ausfallen, ist individuell verschieden. Auch Gewichtsverläufe, Bewegung im Alltag, Erkrankungen, Medikamente und die Messbedingungen spielen eine Rolle.

Ich sehe im Labor Menschen, bei denen wir erst einmal herausfinden müssen, was überhaupt noch funktioniert und was nicht. Wie hoch ist der Ruheumsatz? Wie sieht die Belastungsverträglichkeit aus? Wie reagiert der Körper auf unterschiedliche Intensitäten? Gibt es Hinweise darauf, dass die Energieversorgung nicht zum tatsächlichen Bedarf passt?

Und manchmal müssen wir erst einmal einen Schritt zurückgehen, statt noch mehr Training und noch mehr Kontrolle draufzupacken.

Das betrifft nicht nur sehr schlanke Menschen. Auch Übergewicht schützt nicht automatisch vor einer niedrigen Energieverfügbarkeit oder vor einer mangelhaften Versorgung mit bestimmten Nährstoffen. Ein Mensch kann ausreichend oder sogar überschüssige Energie speichern und trotzdem einzelne Körperfunktionen nicht ausreichend versorgen.

Deshalb sind pauschale Aussagen wie „Iss einfach weniger“ oder „Trainiere einfach mehr“ nicht nur fachlich dürftig. In bestimmten Situationen können sie das Problem verschärfen.

Und bevor jemand wieder mit dem Satz kommt, dass Kalorienbilanz doch alles sei: Ja, die Energiebilanz ist für die Veränderung von Körperenergiespeichern relevant. Nein, damit sind nicht sämtliche physiologischen Zusammenhänge erklärt. Wer Sportler betreut, sollte diesen Unterschied kennen.

Übergewicht ist kein Gegenbeweis für ein Stoffwechselproblem

Die Fitnesswelt hat sich ein merkwürdiges Bild zurechtgelegt: dünn bedeutet diszipliniert, dick bedeutet undiszipliniert. Wer wenig wiegt, muss gesund sein. Wer mehr wiegt, muss sich einfach nur zusammenreißen.

Das ist nicht nur oberflächlich. Es ist fachlich falsch und im höchsten Maße diskriminierend!

Übergewicht kann mit erhöhten gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Dazu gehören, abhängig von individuellen Faktoren, unter anderem Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber aus dem Körpergewicht allein lassen sich weder der Stoffwechselzustand noch die individuelle Leistungsfähigkeit zuverlässig ableiten.

Umgekehrt können auch Menschen mit normalem oder niedrigem Gewicht gesundheitlich erheblich belastet sein.

Wenn jemand zu mir kommt, möchte ich deshalb nicht einfach nur wissen, wie viel er wiegt. Mich interessiert, wie der Mensch lebt, wie er trainiert, wie er sich ernährt und was seine Messwerte tatsächlich aussagen. Je nach Fragestellung gehören dazu Ruheumsatzmessung, Leistungsdiagnostik, Bewegungsanalyse und eine Einordnung weiterer gesundheitlicher Befunde.

Eine Messung ist dabei kein magischer Wahrheitsdetektor. Sie muss fachgerecht durchgeführt und im Kontext interpretiert werden. Aus einem einzelnen Wert lässt sich nicht automatisch eine Diagnose ableiten.

Wir müssen endlich aufhören, Gesundheit anhand eines Fotos zu beurteilen.

Influencer: Pennt ihr im Schrank? Ihr habt Reichweite. Dann übernehmt endlich Verantwortung.

Ich erwarte nicht, dass jeder Lauf-Influencer Sportmediziner, Ernährungswissenschaftler oder Physiologe ist. Ich erwarte auch nicht, dass jeder Beitrag eine wissenschaftliche Abhandlung wird.

Aber ich erwarte, dass ihr eure Reichweite ernst nehmt. Den Egoismus etwas zurückschraubt!

Wenn ihr Trainingspläne verkauft, extreme Umfänge vorlebt, Gewichtsziele propagiert oder Ernährungsempfehlungen gebt, dann seid euch bewusst, dass Menschen euch glauben. Gerade junge Menschen und Anfänger können häufig nur schwer einschätzen, was für sie sinnvoll und was für sie gefährlich ist.

Ihr zeigt die schnellen Intervalle. Die langen Läufe. Den Körper, der vermeintlich alles verkörpert, was sportlich erstrebenswert ist. Ihr zeigt die Medaille und den Zieleinlauf.

Aber zeigt ihr auch die schlaflosen Nächte? Die Verletzungen? Die monatelang ausgebliebene Periode? Die Angst vor einer Trainingspause? Die körperlichen und psychischen Folgen einer permanenten Fixierung auf Gewicht, Essen und Leistung?

Oder verschwinden diese Geschichten aus eurem Feed, weil sie nicht in die nächste Werbekooperation passen?

Wer öffentlich extreme Trainingsbelastungen propagiert, sollte auch über Belastungssteuerung, Regeneration und Warnsignale sprechen. Wer Ernährungstipps gibt, sollte die Grenzen der eigenen Kompetenz kennen. Wer einen Körper als Ideal präsentiert, sollte nicht so tun, als wäre dieser Körper automatisch gesund.

Und wer mit der Gesundheit anderer Geld verdient, hat eine besondere Verantwortung dafür, keine falschen Versprechen zu verbreiten. Dafür haben wir doch bereits die Zucker- und Fast-Food-Lobby.

Eure Reichweite ist kein Freifahrtschein für fachliche Ahnungslosigkeit. Und ein Disclaimer unter einem Reel macht aus gefährlichen Empfehlungen noch keine guten Empfehlungen.

Es geht mir dabei nicht darum, ambitionierten Sport zu verteufeln. Es geht mir darum, dass wir Leistung nicht länger von Gesundheit entkoppeln dürfen.

Wer heute junge Menschen dazu bringt, Warnsignale zu ignorieren, kann morgen nicht einfach behaupten, dafür nicht verantwortlich gewesen zu sein.

Nicht jedes gesundheitliche Problem ist durch Social Media verursacht. Aber Social Media kann Vorstellungen verstärken, die problematisches Verhalten normalisieren. Eine systematische Übersichtsarbeit zu idealisierten Körperbildern und Fitness-Lifestyles in sozialen Medien beschreibt Zusammenhänge zwischen solchen Inhalten und problematischen Einstellungen zu Ernährung, Körperbild und Training. Das beweist nicht, dass jeder Fitness-Post Schaden anrichtet. Es ist aber mehr als genug Grund, die eigene Wirkung ernst zu nehmen.

Und ich? Ich darf es dann wieder geradebiegen.

Ich werde weiterhin Menschen im Labor betreuen. Ich werde weiterhin messen, analysieren, erklären und versuchen, gemeinsam mit ihnen sinnvolle Lösungen zu finden.

Ich werde weiterhin Menschen dabei unterstützen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern, ihre Bewegung besser zu verstehen und Training langfristig sinnvoll zu gestalten.

Aber ich werde nicht so tun, als wäre es normal, dass Menschen ihre Gesundheit für ein sportliches Ideal aufs Spiel setzen.

Manchmal besteht meine Arbeit darin, einen Trainingsplan zu optimieren. Manchmal darin, die richtige Belastung zu finden. Und manchmal besteht sie darin, jemandem zu erklären, dass er gerade nicht noch mehr leisten muss oder sogar darf!

Dass der Körper nicht gegen ihn arbeitet.

Dass eine ausbleibende Periode nicht ignoriert werden sollte.

Dass ein Ermüdungsbruch keine Charakterschwäche ist.

Dass anhaltende Erschöpfung nicht mit einem weiteren Motivationsspruch verschwindet.

Und dass es keine Schande ist, Hilfe anzunehmen und den eigenen Kurs zu ändern.

Ich kann messen. Ich kann Zusammenhänge erklären. Ich kann Auffälligkeiten erkennen und bei Bedarf an die entsprechenden medizinischen oder psychologische Fachstellen verweisen. Ich kann dabei helfen, Belastung, Ernährung und Regeneration vernünftiger zusammenzubringen.

Was ich nicht kann: Jahre problematischen Verhaltens mit einer einzigen Messung ungeschehen machen.

Und ich möchte auch nicht länger derjenige sein, der die Folgen einer Fitnesskultur erklären muss, in der die lautesten Stimmen oft diejenigen sind, die am wenigsten über die gesundheitlichen Konsequenzen ihrer Empfehlungen sprechen.

Deshalb meine Ansage an euch, liebe Influencer:

Werdet endlich eurer Verantwortung bewusst. Und nehmt sie ernst.

Nicht erst dann, wenn jemand verletzt ist. Nicht erst dann, wenn die Periode seit einem halben Jahr ausbleibt. Nicht erst dann, wenn der Körper die Notbremse zieht.

Sondern vorher. Wie wäre es mit genau jetzt?

Sport soll Menschen leistungsfähiger machen. Er soll sie nicht systematisch in die Erschöpfung treiben. Er soll Gesundheit fördern, nicht sie als Kollateralschaden behandeln.

Und wenn ihr das nicht versteht, dann hört wenigstens auf, so zu tun, als würdet ihr es verstehen.

Reichweite verpflichtet. Leistung braucht Gesundheit. Und kein Algorithmus ist es wert, dafür einen Menschen zu ruinieren.

Wissenschaftliche Quellen und weiterführende Literatur

  1. Mountjoy et al. (2023): 2023 International Olympic Committee’s consensus statement on Relative Energy Deficiency in Sport (REDs). British Journal of Sports Medicine, 57, 1073–1097.
    https://bjsm.bmj.com/content/57/17/1073
  2. De Souza et al. (2014): 2014 Female Athlete Triad Coalition Consensus Statement on Treatment and Return to Play of the Female Athlete Triad. Clinical Journal of Sport Medicine, 24(2), 96–119.
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25014387/
  3. 2025 Update der Female Athlete Triad Coalition, Teil 1 und Teil 2:
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12982264/
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12982345/
  4. Systematische Übersichtsarbeit (2025, erschienen 2026): Idealized Body Images and Fitness Lifestyles on Social Media: A Systematic Review Exploring the Link Between Social Media Use and Symptoms of Orthorexia Nervosa and Muscle Dysmorphia. European Eating Disorders Review.
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12694696/
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