Bis zum letzten Meter: Jana Uderstadt bei der Ironman-WM auf Hawaii

Platz 20 bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii: Unsere Athletin Jana Uderstadt hat sich in Kona mit den besten Langdistanz-Triathletinnen der Welt gemessen. Wir konnten nicht vor Ort sein, haben aber von zu Hause jede Zwischenzeit verfolgt und mitgefiebert.

Allein der Startplatz ist schon eine Auszeichnung: Nach Kona kommt nur, wer sich über das Jahr hinweg bei anderen Rennen qualifiziert hat. Am Start stehen die Besten der Welt, jede Schwäche wird auf dieser Bühne sichtbar, und jede Platzierung muss hart erkämpft werden.

3,8 Kilometer Schwimmen im Pazifik, 180 Kilometer auf dem Rad durch die Lavafelder und zum Abschluss ein Marathon: Kona gilt als das härteste Rennen im Triathlon-Kalender. Wie Jana diesen Tag erlebt hat, erzählt sie am besten selbst.

Dazu kommen die Bedingungen, die die Insel so gefürchtet machen: Sonne ohne Schatten, schwarze Lava, die die Hitze zurückwirft, und Winde, die einem auf dem Rad alles abverlangen. Wer hier ankommt, hat sich das Finish verdient.

Schwimmen: Kampf mit den Wellen

Schon der Start im Pazifik hatte es in sich. Das Meer war extrem wellig, und genau das ist Janas bekannte Baustelle. Mit dem Schwimmen ist sie deshalb nicht zufrieden.

Das Problem kennt sie gut: Solche Bedingungen lassen sich in heimischen Gewässern kaum trainieren. Wer nicht am Meer lebt, hat schlicht wenig Gelegenheit, in hohen Wellen Routine zu sammeln.

Bei hohem Wellengang wird jeder Zug zum Kraftakt. Die Orientierung fällt schwer, der Rhythmus geht immer wieder verloren, und wer hier Zeit verliert, muss sie auf Rad und Laufstrecke mühsam zurückholen. Jana weiß genau, woran sie arbeiten will, und genau diese Klarheit ist der erste Schritt zur Verbesserung.

Restube

Rad: solide durch die Lavafelder

Auf dem Rad lief es deutlich besser. Jana fuhr ein solides Rennen und hielt sich auf der berüchtigten Strecke über den Queen K Highway gut im Feld. Insgesamt war das Rennen für sie sehr vergleichbar mit dem Vorjahr.

180 Kilometer allein gegen Hitze und Wind verlangen nicht nur Kraft, sondern auch Kopf: das richtige Tempo, genug trinken, genug essen. Jana teilte sich das Rennen klug ein und legte damit die Grundlage für den abschließenden Marathon.

Laufen: Zielsprint bei Kilometer 41

Der Marathon wurde zur Hitzeschlacht. Es war ultraschwül, und Jana musste unterwegs sogar eine ungeplante Pause einlegen. Ein Tag, an dem viele den Kopf hängen lassen würden.

Nach Stunden im Wettkampf ist der Marathon in Kona vor allem eine Frage des Willens. Die Beine sind schwer, die Luft steht, und jeder Kilometer zieht sich. Wer hier noch Tempo machen kann, hat sich das über Monate im Training erarbeitet.

Nicht so Jana. Bei Kilometer 41 lag sie auf Platz 21. Statt das Rennen ruhig ins Ziel zu bringen, setzte sie noch einmal zum Zielsprint an, überholte die Konkurrentin vor ihr und lief als 20. über die Ziellinie.

Ein einziger Kilometer vor dem Ziel, nach einem ganzen Tag im Wettkampf, noch einmal alles zu mobilisieren: Das ist der Moment, der für uns diesen Tag zusammenfasst. Platz 21 und Platz 20 trennen auf dem Papier nur eine Zahl, doch dahinter steckt genau die Einstellung, die eine echte Athletin ausmacht.

Janas Fazit: semizufrieden, aber stolz

Jana ist ehrlich mit sich: Sie ist „semizufrieden“. Natürlich will man sich nicht verschlechtern, sagt sie, auch wenn ein 20. Platz bei der WM alles andere als schlecht ist. Die Zeit auf Hawaii insgesamt hat sie sehr genossen.

Stolz ist sie vor allem auf eines: dass sie bis zum Ende gekämpft und das Rennen durchgezogen hat. Für sie war es ein solider Tag, mit klaren Ansatzpunkten für die Zukunft.

Gerade diese Ehrlichkeit macht Jana aus. Sie gibt sich nicht mit dem Erreichten zufrieden, sondern schaut genau hin, wo noch Potenzial liegt. Mit dieser Einstellung, da sind wir uns sicher, ist das letzte Wort auf Hawaii noch nicht gesprochen.

Warum wir so stolz sind

Ergebnisse sind das eine. Was uns an Jana begeistert, ist ihre Haltung: Auch an einem Tag, der nicht nach Plan läuft, gibt sie bis zum letzten Meter alles. Genau dafür stehen wir als Partner gern hinter ihr.

Hinter einem Rennen wie diesem stehen Monate voller früher Trainingseinheiten, langer Radausfahrten und Verzicht. Davor haben wir größten Respekt. Und wir wissen: Platz 20 bei einer Weltmeisterschaft ist das Ergebnis harter Arbeit, auch wenn sich Jana selbst noch mehr vorgenommen hatte.

Liebe Jana, herzlichen Glückwunsch zu Platz 20 bei der Weltmeisterschaft! Wir freuen uns auf die nächste Saison und sind weiter an deiner Seite.

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