Hoka Rocket X Testbericht

Pro

  • Direktes Laufgefühl
  • Sockenähnliche Passform
  • Läuft sich stabil in Kurven und auf unebenem Gelände
  • Auch für Triathlon gut geeignet

Contra

  • Schmale Passform
  • Bei Ermüdung sehr anspruchsvoll

Fazit

Der Hoka Rocket X eignet sich für fortgeschrittene Läufer, die auch bei Ermüdung ihren Laufstil noch aufrechterhalten können, und Strecken bis zum Halbmarathon laufen möchten, und für diejenigen Läufer, die gut und gerne mit flachen direkten Schuhen laufen, gleichermaßen. Die Strecke muss nicht zwingend eben und gerade sein.

Läufer, die sich bislang noch keine Erfahrung mit Carbonschuhen gesammelt haben, sollten sich besser vorher mit gedämpfteren Carbonschuhen an die technischen Besonderheiten herantasten.

Fakten

  • Gewicht: 210 Gramm
  • Drop: 5,0mm
  • Support: neutral

Getestet wurde der Hoka Rocket X in der Farbe Rot. Die Testperson ist weiblich, 170cm, ca. 55kg schwer mit der Größe EU 41 1/3.

Besonderheiten laut Herstellerangaben

  • Atmungsaktiv
  • Anatomische Laschenkonstruktion
  • Zwischensohle aus CMEVA-Schaumstoff für stabilen Halt und Stoßdämpfung an den Aufprallpunkten
  • 1mm Carbonfaserplatte für einen sanften Übergang durch den Bewegungsablauf
  • Early Meta-Rocker für ein schnelleres Laufgefühl mit mehr Vorantrieb
  • Gummiverstärkungen für weniger Gewicht und mehr Haltbarkeit

Praxistest

Mit meinem Hoka Rocket X bin ich mittlerweile knapp 100km gelaufen. Klingt erstmal nach zu wenigen Kilometern, um einen Praxistest zu schreiben, aber wenn man bedenkt, dass ein Carbonschuh seine Lebenszeit schon bei etwa 300-400km maximal ausgereizt hat, lässt sich gut damit arbeiten. Angeschafft haben ich mir den Hoka Rocket X vor allem für eins: schnelles Laufen und das kann der Hoka Rocket X hervorragend. Einsatz findet der Hoka Rocket X vor allem bei Straßenwettkämpfen bis zu 10km.

Freunde sind wir allerdings nicht direkt geworden, denn im Vergleich zu vielen anderen Carbonschuhen auf dem Markt ist der Carbonracer von Hoka deutlich weniger gedämpft und im Abdruck sehr viel direkter. So merkte ich nach meinem ersten Testlauf vor allem meine Wade. Im Wettkampf selbst war ich sehr positiv überrascht, ich hatte beinahe das Gefühl, keinen Schuh am Fuß zu haben, so gut schmiegte er sich an und hatte dennoch viel Vortrieb durch die Early Meta-Rocker Konstruktion. Zudem punktete der Hoka Rocket X auch auf unebenerem Terrain – ja, ich rede hier von wurzelfreien Waldböden mit vielen Kurven. Natürlich ist der Hoka Rocket X nicht für das Laufen im Wald gemacht, doch manchmal sind die Wettkampfstrecken nicht sonderlich homogen, sondern Wald – und Asphaltboden wechseln sich ab. Und wer auch solchen Strecken zu einem Carbonschuh greifen mag, sollte dem Hoka Rocket X den Vortritt lassen. Ich hatte ähnliche Strecken auch mit den „konventionelleren“ Carbonschuhen absolviert, allerdings konnte mich in Sachen Stabilität (relativ zu den anderen Carbonschuhen) nur der Hoka Rocket X überzeugen.

Zudem war der Energieverlust durch den direkten Abdruck und die Carbonplatte äußert gering und ich konnte ein hohes gleichmäßiges Tempo relativ lange aufrechthalten, lediglich meine Körperhaltung ließ gegen Ende zu wünschen übrig, aber das ist keinesfalls die Aufgabe des Schuhs, sondern geht auf meine Kappe.

Deine Louisa von LaufZeit